09 March 2026, 22:21

SPE und Ethernet-APL revolutionieren die industrielle Kommunikation bis 2026

Ein blauer Ethernet-Anschluss, der mit einem Modem verbunden ist und auf einem Holztisch neben einer Tastatur liegt.

SPE und Ethernet-APL revolutionieren die industrielle Kommunikation bis 2026

Single Pair Ethernet (SPE) und Ethernet-APL revolutionieren die industrielle Kommunikation, indem sie Ethernet-Verbindungen direkt bis auf die Feldebene bringen. Diese Technologien versprechen schnellere Datenübertragung, vereinfachte Verkabelung und bessere Möglichkeiten für die Fernwartung. Unternehmen wie Lapp, Phoenix Contact, TE Connectivity und HARTING treiben diesen Wandel voran und bieten bereits Infrastruktur und Steckverbinder für den Einsatz an.

Die Profinet Nutzerorganisation (PI) hat einen wichtigen Meilenstein gesetzt, indem sie sich auf einen standardisierten Steckverbinder für SPE geeinigt hat: das M12-Hybrid-Design. Dieser robuste Stecker, der der Norm IEC 63171-7 entspricht, ist sowohl für IP67- als auch IP20-Umgebungen geeignet. Die endgültige IEC-Standardisierung wird für 2025 erwartet und ebnet den Weg für eine breitere Markteinführung.

Phoenix Contact, TE Connectivity und HARTING entwickeln und vertreiben bereits kompatible M12-Hybrid-Steckverbinder, die die Interoperabilität zwischen Geräten und Infrastruktur gewährleisten und die Integration erleichtern. Lapp unterstützt Unternehmen hingegen mit Schulungen, Planungsberatung und maßgeschneiderten Lösungen für die Umsetzung von SPE und Ethernet-APL.

Ethernet-APL baut auf SPE auf, indem es eigene Sicherheit (intrinsic safety) integriert und die Datenübertragung auf bis zu 1.000 Meter (3.281 Fuß) ausdehnt. Zudem versorgt es Feldgeräte über dasselbe Kabel mit Strom, was die Verkabelung deutlich vereinfacht. In Neuanlagen (Greenfield-Projekten) wird die Technologie von Anfang an eingeplant und bietet Vorteile wie einfachere Fernwartung und schnellere Installation. Bei Bestandsanlagen (Brownfield-Projekten) können jedoch Kabelprüfungen oder Umverkabelungen notwendig sein, um die strengen Anforderungen an Kapazität, Induktivität und Abschirmung zu erfüllen.

Die ersten SPE-Endgeräte und die vollständige Infrastruktur werden kurz nach Abschluss der Standardisierung erwartet. Ab 2026 soll die Marktdynamik dann weiter an Fahrt aufnehmen, wenn ein breiteres Spektrum kompatibler Produkte verfügbar wird.

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Die Einführung von SPE und Ethernet-APL markiert einen entscheidenden Schritt in der industriellen Automatisierung, der den Datenaustausch auf Feldebene beschleunigt und effizienter gestaltet. Mit standardisierten Steckverbindern und einer wachsenden Infrastruktur-Unterstützung können Unternehmen nun Upgrades oder Neuanlagen mit größerer Planungssicherheit angehen. Die volle Tragweite dieser Technologien wird sich zeigen, sobald die Verbreitung ab 2026 weiter zunimmt.

Quelle