10 May 2026, 20:17

Telematikinfrastruktur: Deutschland verschiebt Pflichtanbindung bis 2027

Detailreiche Abbildung eines deutschen Krankenhausgebäudes auf einem Plakat, einschließlich Text mit Informationen zur Größe, Lage und Ausstattung.

Telematikinfrastruktur: Deutschland verschiebt Pflichtanbindung bis 2027

Deutschland hat die verpflichtende Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) für Therapeuten und Anbieter medizinischer Hilfsmittel verschoben. Ursprünglich für Januar 2023 vorgesehen, wurde die Frist nun auf den 1. Oktober 2027 verlegt. Von der Änderung betroffen sind rund 90.000 Leistungserbringer im ganzen Land.

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Die Verlängerung erfolgt im Rahmen des BEEP-Gesetzes, das die Regierung eingeführt hat, um anhaltende Verzögerungen zu bewältigen. Als Hauptgrund für die Verschiebung nannten Beamte Rückschläge bei der Einführung elektronischer Rezepte für therapeutische und medizinische Hilfsmittel.

Der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten (IFK) begrüßt die Entscheidung. Die zusätzliche Zeit werde genutzt, um die Infrastruktur vor der vollständigen Umsetzung weiter auszubauen.

Trotz der Verzögerung rät das Deutsche Medizinrechenzentrum (DMRZ) den Leistungserbringern weiterhin zur freiwilligen Nutzung der TI. Gleichzeitig steht der IT-Dienstleister Cherry vor erheblichen finanziellen Einbußen: Durch die Verschiebung geraten Millionen an erwarteten Einnahmen in Gefahr.

Die neue Frist gibt den Anbietern fast fünf weitere Jahre zur Vorbereitung auf die TI-Anbindung. Mit der Entscheidung will die Regierung den Übergang erleichtern und die Funktionsfähigkeit des Systems sicherstellen. Allerdings bringt die Verzögerung auch finanzielle Herausforderungen für Unternehmen mit sich, die bereits in die Einführung investiert hatten.

Quelle