18 March 2026, 00:27

Tobias Degode gewinnt Leonberger Oberbürgermeisterwahl mit klarer Mehrheit

Ausführliche alte Karte von München, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten auf einem schwarzen Hintergrund, einschließlich Textbeschriftungen.

Tobias Degode gewinnt Leonberger Oberbürgermeisterwahl mit klarer Mehrheit

Tobias Degode hat die Oberbürgermeisterwahl in Leonberg mit klarer Mehrheit gewonnen. Der von der CDU unterstützte Kandidat sicherte sich rund 51 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen zwei Mitbewerber durch. Sein Sieg markiert einen Wandel im politischen Klima der Stadt – lokale Führungskräfte sprechen bereits von einer kooperativeren Stimmung.

Josefa von Hohenzollern ging als bekannte Persönlichkeit ins Rennen. Unter dem Spitznamen "die singende Bürgermeisterin" hatte sie Jahre zuvor Aufmerksamkeit erregt, als sie während ihrer Amtszeit in Kollnburg im Bayerischen Wald ein Lied von Reinhard Fendrich coverte. Ihre politische Laufbahn nahm 2020 eine Wendung, als sie die Wiederwahl in Kollnburg verlor und nach Leonberg umzog.

2021 gelang ihr ein Comeback, als sie zur ersten stellvertretenden Bürgermeisterin in Leonberg gewählt wurde. Doch 2023 traf sie ein persönlicher Schicksalsschlag: Ihr Mann, Harald von Hohenzollern, starb überraschend in Namibia. Im selben Jahr wurde sie von Oberbürgermeister Martin Cohn von ihren Aufgaben entbunden. Unbeirrt kündigte sie im Juni 2023 ihre Kandidatur für das höchste Amt an und warb im Wahlkampf für eine bessere Unterstützung von Familien in der Kommunalpolitik.

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Bei der Wahl im September 2025 traten drei Bewerber an. Degode führte mit 51 Prozent, die grünenunterstützte Marion Beck erreichte 32 Prozent. Von Hohenzollern landete mit nur 11 Prozent der Stimmen auf dem dritten Platz.

Seit Degodes Amtsantritt am 1. Dezember 2025 hat sich der politische Ton in der Stadt gemildert. Vertreter von SPD und FDP loben seine zügige Einarbeitung und erste Reformen, darunter eine Umstrukturierung der Ämter. Die Kämmerei steht nun etwa unter seiner direkten Aufsicht. Mitarbeiter und Beamte im Rathaus berichten von einem erneuerten Gemeinschaftsgefühl.

Degodes Sieg beendet eine Phase der Instabilität in der Leonberger Führung. Seine administrativen Veränderungen und die parteiübergreifende Unterstützung deuten auf eine stabilere Zukunft hin. Die Wahlergebnisse bedeuten zugleich das Ende eines Kapitels für Josefa von Hohenzollern, deren politische Karriere in der Stadt damit abgeschlossen ist.

Quelle