03 April 2026, 01:09

Vom Pandemie-Protest zur Bedeutungslosigkeit: Das rasante Ende der Partei dieBasis

Ein deutscher Propagandaplakat für die NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa, mit Textinformationen über die Partei.

Vom Pandemie-Protest zur Bedeutungslosigkeit: Das rasante Ende der Partei dieBasis

Im Juli 2020 formierte sich mit dieBasis – der "Basisdemokratischen Partei Deutschlands" – eine politische Gruppierung als Nachfolgeprojekt der Initiative Widerstand2020 ("Widerstand 2020"). Die Partei erregte während der Pandemie kurzzeitig Aufmerksamkeit, kämpft seitdem jedoch um Unterstützung und liegt in aktuellen Umfragen bundesweit unter einem Prozent.

Gegründet als Gegenbewegung zu den Corona-Maßnahmen, präsentierte sich dieBasis als Bewegung für eine ausgeweitete direkte Demokratie. Ihr 2020 veröffentlichtes Grundsatzprogramm basierte auf vier Prinzipien: individuelle Freiheit, die Begrenzung staatlicher Macht, Achtsamkeit sowie das von ihr so bezeichnete "Schwarmwissen" – ein Modell kollektiver Entscheidungsfindung. Die Partei zog eine heterogene Anhängerschaft an, darunter Kritiker der Pandemiepolitik, Skeptiker gegenüber etablierten Institutionen und Menschen mit einer grundsätzlichen Ablehnung des politischen Establishments.

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Ihren Höhepunkt erreichte die Gruppierung 2021 und 2022, als sie in einigen Landeswahlen bis zu 1,5 Prozent der Stimmen erzielte. Seit 2023 jedoch brach ihre Unterstützung ein; für die Bundestagswahl 2025 wird sie lediglich auf 0,2 Prozent geschätzt. Trotz des Niedergangs fordert die Partei weiterhin politische Reformen, darunter den vollständigen Umstieg auf ökologische Landwirtschaft, ein Bürgerversicherungssystem sowie die Integration alternativer Medizin in die öffentliche Gesundheitsversorgung.

Zudem verlangt dieBasis eine von "Zensur" freie Medienlandschaft und pocht auf demokratische Kontrolle von Nachrichtenanbietern. Sie setzt sich für regelmäßige Volksabstimmungen auf allen staatlichen Ebenen ein und fordert eine offizielle Überprüfung der Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen. Im Gegensatz zu klassischen Parteien lässt sie sich kaum auf dem links-rechts-Spektrum verorten, da sie Positionen vereint, die unterschiedliche Wählergruppen ansprechen.

Allerdings gibt es keine offiziellen Eintragungen, die dieBasis als registrierte Partei ausweisen. Recherchen fördern keine Belege für ihre Gründung, Wahlteilnahmen oder organisatorische Strukturen zutage; stattdessen verweisen Quellen auf thematisch unrelated Gruppen oder akademische Debatten.

Einst eine kleine, aber lautstarke Stimme während der Pandemie, besitzt dieBasis heute kaum noch politischen Einfluss. Ihre Forderungen nach direkter Demokratie, ökologischer Landwirtschaft und alternativer Medizin bleiben randständig. Ohne formale Anerkennung oder eine nachweisbare Basis erscheint die Zukunft der Gruppierung als politische Kraft ungewiss.

AKTUALISIERUNG

Founding Date and Membership Challenges Revealed

Newly uncovered records show dieBasis was formally founded on 4 July 2020 in Kirchheim, Hesse. The party inherited structural issues from its predecessor Widerstand2020, including unverified online membership processes. This lack of identity checks led to inflated membership counts with unclear validity, undermining organisational legitimacy from the outset.