Weihnachtsgeld 2024: Wie viel bleibt nach Steuern und Sozialabgaben wirklich übrig?
Joachim RoseWeihnachtsgeld 2024: Wie viel bleibt nach Steuern und Sozialabgaben wirklich übrig?
Weihnachtsgeld in Deutschland ist voll steuerpflichtig – doch die Berechnung entscheidet, wie viel netto übrig bleibt. Die Abrechnung unterscheidet sich vom regulären Monatsgehalt, und unter bestimmten Voraussetzungen können Steuerzahler ihre Belastung durch verschiedene Regeln mindern.
Das Weihnachtsgeld unterliegt der Einkommensteuer, dem Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls der Kirchensteuer. Zudem werden Sozialabgaben fällig – allerdings nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Wer durch die Sonderzahlung diese Grenze überschreitet, muss auf den übersteigenden Betrag keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen.
Die genaue Steuerhöhe wird über eine Differenzberechnung anhand der Jahreslohnsteuertabelle ermittelt. Dabei vergleicht das Finanzamt das zu versteuernde Einkommen mit und ohne Bonus, um die exakte Steuerlast zu bestimmen. Überschreitet das Weihnachtsgeld 25 Prozent des monatlichen Bruttogehalts, greift die Sechstel-Regelung: Der Bonus wird steuerlich auf das ganze Jahr verteilt, was die Belastung verringern kann.
Laut aktuellen Zahlen erhielten Beschäftigte mit Tarifvertrag 2024 im Schnitt 2.987 Euro brutto an Weihnachtsgeld. Nach Abzug von Steuern und Sozialversicherung bleiben je nach Steuerklasse und Gehaltshöhe netto zwischen 50 und 65 Prozent der Sonderzahlung übrig. Eine Steuererklärung kann sich lohnen: War das tatsächliche Einkommen niedriger als das für den Lohnsteuerabzug zugrunde gelegte, gibt es unter Umständen eine Rückerstattung.
Wie hoch die Abgaben ausfallen, hängt vom Gehalt, der Bonus-Höhe und den angewandten Regeln ab. Gutverdiener profitieren oft von den Beitragsobergrenzen, während andere durch die Sechstel-Regelung Steuern sparen können. Und wer zu viel einbehalten wurde, holt sich einen Teil über die Steuererklärung zurück.
