ZEW-Indikator steigt im Juni 2026 erstmals wieder in den positiven Bereich
Kazim HoffmannZEW-Indikator steigt im Juni 2026 erstmals wieder in den positiven Bereich
Deutschlands Wirtschaftslage zeigt im Juni 2026 deutliche Aufhellung
Laut der jüngsten ZEW-Umfrage hat sich die konjunkturelle Stimmung in Deutschland im Juni 2026 spürbar verbessert. Der Indikator für die Wirtschaftserwartungen stieg deutlich an und erreichte erstmals seit Monaten wieder den positiven Bereich.
Der ZEW-Indikator für die Wirtschaftserwartungen kletterte um 20,7 Punkte auf nun 10,5 Punkte, wie ZEW-Präsident Achim Wambach bestätigte. Damit liegt der Wert wieder im positiven Bereich. Die Einschätzung der aktuellen Wirtschaftslage verschlechterte sich hingegen leicht – der entsprechende Indikator sank auf -81 Punkte.
Auch für die Eurozone hellten sich die Aussichten merklich auf: Der Erwartungsindikator sprang auf 9,5 Punkte. Experten führen die Verbesserung unter anderem auf die Hoffnung zurück, dass sich der Iran-Konflikt einer Lösung nähert. Eine Entspannung dort könnte den Druck auf die Energiepreise und die Inflation verringern.
Branchen mit deutlichen Zuwächsen im Juni 2026 Mehrere Wirtschaftszweige verzeichneten im Juni deutliche Aufschwünge. Im Automobilsektor stieg der Saldo um 21,9 Punkte. Auch die chemische Industrie, die Pharmaziebranche und der Maschinenbau meldeten spürbare Verbesserungen. Rückgänge gab es hingegen im Bausektor, dessen Indikator um 15,2 Punkte auf -12 Punkte fiel. Die Erwartungen für den privaten Konsum besserten sich ebenfalls und legten im Vergleich zum Vormonat um 11,7 Punkte zu.
Gemischtes, aber optimistischeres Bild für Deutschland und die Eurozone Die aktuelle ZEW-Umfrage zeichnet ein differenziertes, aber insgesamt positiveres Konjunkturbild für Deutschland und den Euroraum. Während einige Branchen Aufwind erfahren, kämpfen andere – wie die Bauwirtschaft – weiterhin mit Herausforderungen. Eine mögliche Entspannung der geopolitischen Lage könnte die wirtschaftliche Stabilität zusätzlich stützen.






