Grausamer Fund in Bodelshausen: Rehkitze mit zugeklebtem Maul stirbt nach Qualen
Waldtraut TröstGrausamer Fund in Bodelshausen: Rehkitze mit zugeklebtem Maul stirbt nach Qualen
Verendetes Rehkitze mit zuggeklebtem Maul in Bodelshausen entdeckt – Polizei ermittelt wegen Tierquälerei
In Bodelshausen (Landkreis Tübingen) wurde ein junges Rehkitze mit grausam zugeklebtem Maul gefunden. Das Tier, das Anwohner am 20. Juni entdeckten, starb trotz Rettungsversuchen. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts auf Tierquälerei.
Anwohner hatten das verletzte Kitze in einem Garten in der Schlehenweg entdeckt. Sein Maul war mit Klebeband fest umwickelt, sodass es weder fressen noch trinken konnte. Rettungskräfte entfernten das Band und setzten das Tier in der Nähe einer Hecke am Waldrand aus.
Am Montagabend wurde das Rehkitze tot aufgefunden – nicht weit von der Stelle entfernt, an der es erstmals gesichtet worden war. Die Behörden gehen von vorsätzlicher Misshandlung aus, da Tierquälerei in Deutschland nach dem Tierschutzgesetz eine Straftat darstellt. Verurteilungen können Geldstrafen oder Haft bis zu drei Jahren nach sich ziehen.
Als Reaktion auf den Vorfall hat die Tierrechtsorganisation PETA eine Belohnung von 2.500 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung der Verantwortlichen führen. Experten wie Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes weisen darauf hin, dass extreme Gewalt gegen Tiere oft mit anderen schweren Straftaten einhergeht. Studien zufolge haben 80 bis 90 Prozent der Täter, die schwere Gewaltdelikte begehen, eine Vorgeschichte von Tiermisshandlung.
Die Ermittlungen laufen noch. Die Polizei bittet Zeugen, sich mit möglichen Hinweisen zu melden. Die von PETA ausgeschriebene Belohnung soll helfen, den Täter zu überführen. Tierschutzorganisationen betonen unterdessen die Schwere solcher Verbrechen und deren mögliche Verbindungen zu weitergehender Gewaltkriminalität.






