Schreibmaschinen und Pizza: Wie Offenburg Bürgerstimmen hörbar macht
Kazim HoffmannSchreibmaschinen und Pizza: Wie Offenburg Bürgerstimmen hörbar macht
Eine neue Kampagne in Offenburg und Waldshut setzt auf alte Schreibmaschinen, um die politische Teilhabe zu stärken. Organisator:innen richten Stationen ein, an denen Bürger:innen ihre Wünsche und Kritik auf Postkarten tippen können. Diese Botschaften werden nach der anstehenden Wahl an die gewählten Parteien übermittelt.
Die Demokratie-Initiative, unterstützt von Gruppen wie dem Erzbistum Freiburgs Katholischer Erwachsenenbildung, Caritas Freiburg und dem Katholischen Familienverband, will Politik zugänglicher machen. Statt klassischer Bürgerversammlungen setzt sie auf ungewöhnliche Methoden – Schreibmaschinen, Pizzaabende und offene Foren –, um Menschen einzubinden.
Die Reihe «Pizza trifft Politik» richtet sich gezielt an Menschen in prekären Lebenssituationen. Durch die Kombination von Essen und Diskussion sollen Hürden für marginalisierte Stimmen abgebaut werden. Weitere Veranstaltungen wie Vorträge und Wahlhilfen finden unter anderem im Bildungshaus Kloster St. Ulrich und im Pfarrzentrum St. Georg in Freiburg statt.
Die Grundidee ist einfach: Demokratie funktioniert am besten, wenn sich möglichst viele beteiligen. Indem Bürger:innen ihre Anliegen direkt einbringen können, will die Kampagne die Kluft zwischen Wähler:innen und gewählten Vertreter:innen überbrücken.
Die getippten Postkarten werden gesammelt und nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse an die Parteien übergeben. Mit ihrem Mix aus kreativen Formaten und Gemeinschaftsarbeit will die Initiative aus passiven Beobachter:innen aktive Mitgestalter:innen machen. Standorte für die Pizza-Veranstaltungen stehen zwar noch nicht fest, doch die Organisator:innen planen, das Programm weiter auszubauen.
Wahlresultate in: Hohe Wahlbeteiligung und Briefw√§hlen signalisieren starke Beteiligung
Die Landtagswahl 2026 in Freiburg verzeichnete eine Rekordbeteiligung von 72,2 % mit 117.309 W√§hlern, die ihre Stimmen abgaben. Es wurden 51.010 Briefw√§hlen registriert, was den viert-h√∂chsten Wert in der Stadtgeschichte darstellt. Diese Ergebnisse best√§tigen die Wahl, die im Artikel erw√§hnt wird, und die von den B√ľrgerinnen und B√ľrgern handschriftlich ausgef√ľllten Wahlkarten werden nun an die neu gew√§hlten Parteien versendet.