ZF streicht 14.000 Jobs – Gewerkschaft und Konzern einigen sich auf Sozialplan
Waldtraut TröstAutozulieferer ZF kündigt umfassendes Sparprogramm an - Allianz mit Mitarbeitern - ZF streicht 14.000 Jobs – Gewerkschaft und Konzern einigen sich auf Sozialplan
ZF kündigt im Sommer 2024 massive Stellenstreichungen im Rahmen eines umfassenden Sparprogramms an. Bis 2028 soll der Konzern 14.000 Arbeitsplätze abbauen – die Hälfte davon entfällt auf die größte Unternehmenssparte. Nun haben sich Betriebsrat und Geschäftsführung auf die Umsetzung der Maßnahmen geeinigt.
Schwerpunkt der Umstrukturierung ist die Division E, der Bereich Elektromobilität. Bis 2030 werden hier 7.600 Stellen gestrichen. Gleichzeitig sinkt die Wochenarbeitszeit der verbleibenden Beschäftigten bis Ende 2027 um etwa sieben Prozent.
Zur weiteren Kostensenkung wird eine geplante Lohnerhöhung von 3,1 Prozent – ursprünglich für April 2026 vorgesehen – auf Oktober verschoben. Allein diese Maßnahme soll dem Unternehmen 500 Millionen Euro einsparen. ZF betont, betriebsbedingte Kündigungen möglichst zu vermeiden. Stattdessen setzt man auf Vorruhestandsregelungen, Abfindungsangebote und Umschulungsprogramme.
Barbara Resch von der IG Metall bezeichnete die Einigung als "Schritt in Richtung Stabilität für die Belegschaft". Sie forderte ZF auf, auch künftig gute Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. Vorstandschef Mathias Miedreich nannte den Kompromiss einen "Meilenstein", um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu stärken.
Trotz früherer Überlegungen wird die Sparten Elektromobilität nicht ausgegliedert. Die mit den Arbeitnehmervertretern geschlossene Restrukturierungsvereinbarung konzentriert sich auf Kostensenkungen und Partnerschaften, um die Zukunft der Division zu sichern.
Der Beschluss legt den Fahrplan für den Personalabbau und die Sparmaßnahmen fest. Bisher gibt es keine konkreten Angaben zu Auswirkungen auf Produktivität oder Wettbewerbsfähigkeit an den betroffenen Standorten. Nun arbeiten Unternehmen und Gewerkschaften daran, die Veränderungen umzusetzen – ohne betriebsbedingte Entlassungen.