17 March 2026, 04:18

Wohnungsnot in Baden-Württemberg: Studierende kämpfen um bezahlbaren Wohnraum

Plakat mit der Aufschrift "Was gibt es Neues zum einmaligen studentischen Schuldenentlastungsprogramm der Biden-Harris-Regierung?" mit Büchern unten.

Wohnungsnot in Baden-Württemberg: Studierende kämpfen um bezahlbaren Wohnraum

Studierende in Baden-Württemberg kämpfen mit wachsender Wohnungsnot

Die Suche nach bezahlbarem Wohnraum gestaltet sich für Studierende in Baden-Württemberg immer schwieriger. Steigende Mieten und ein begrenztes Angebot machen die Wohnungssuche zu einer zunehmenden Herausforderung. Viele greifen zu Übergangslösungen oder suchen Unterstützung bei Beratungsstellen, um überhaupt eine Bleibe zu finden.

Wohngemeinschaften bieten eine Möglichkeit, die Kosten zu drücken – doch die Modelle unterscheiden sich. Mal hält ein Hauptmieter den Mietvertrag und vermietet Zimmer weiter, mal haben alle Bewohner gleiche Rechte und können Mitbewohner bei Bedarf austauschen. Streit gibt es oft über Untervermietungsregeln oder ungleiche Pflichtenverteilungen.

Wer akut keine Wohnung findet, kann über Online-Plattformen kurzfristig Zimmer anmieten. Möblierte Wohnungen sind zwar praktisch, doch zusätzliche Gebühren für die Einrichtung müssen Vermieter fair begründen. Überteuerte Mieten für minderwertige Möbel bleiben ein Risiko – Mieter fragen sich dann, was sie wirklich für ihr Geld bekommen.

Die Studierendenwerke in der Region helfen mit Wohnungsbörsen und Plätze in Studentenwohnheimen, auch wenn oft Wartezeiten anfallen. Zudem bieten sie Rechtsberatung an, etwa zur Prüfung von Mietverträgen vor der Unterschrift. So ist die Kaution gesetzlich auf maximal das Dreifache der Kaltmiete gedeckelt – eine Regel, die manche Vermieter ignorieren.

In Städten mit extremer Wohnungsknappheit begrenzt die Mietpreisbremse Erhöhungen auf maximal 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete. Zwar dürfen Vermieter Unterlagen wie Gehaltsnachweise anfordern, eine Schufa-Auskunft sollten sie aber erst verlangen, wenn der Mietvertrag kurz vor dem Abschluss steht. Auch kirchliche Träger wie Caritas Ulm oder das Erzbistum Freiburg stellen in einigen Regionen Wohnraum bereit.

Die Wohnungsnot in Baden-Württemberg zwingt Studierende zu kreativen Lösungen – von WGs über rechtliche Unterstützung bis hin zu Notlösungen. Zwar bieten Instrumente wie Mietpreisbremse und Kappungsgrenzen für Kautionen gewissen Schutz, doch die Nachfrage übersteigt das Angebot bei Weitem. Für viele bleibt die Suche nach einem stabilen Zuhause eine anhaltende Belastung.

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