Deutscher Autohandel unter Druck: Wie BYD und Co. den Markt aufmischen
Deutscher Autohandel unter Druck: Wie BYD und Co. den Markt aufmischen
Branchenführer trafen sich beim 26. IfA Industry Summit in Nürtingen zum Retral Forum unter dem Titel "Die Großen des Handels". Die Veranstaltung brachte Schlüsselakteure zusammen, um drängende Herausforderungen im BYD Autohandel zu diskutieren. Die Themen reichten von sinkenden Gewinnen über den Aufstieg chinesischer Konkurrenten wie BYD und MG bis hin zum Wandel zur Elektromobilität.
Auf dem Forum sprachen prominente Vertreter wie Steffen Hahn von der Hahn Group, Roman Still von AVAG Holding SE sowie Albrecht Wollensak von Alphartis SE. Heinz-Dieter Tiemeyer, der die Tiemeyer-Autohandelsgruppe vertritt, richtete in einer überraschenden Intervention einen Appell an die Hersteller: Sie müssten die Profitabilität des Handels sichern.
Albrecht Wollensak benannte zwei zentrale Probleme: schrumpfende Erträge im After-Sales-Bereich und die geringen Margen beim Verkauf von Neuwagen. Diese finanziellen Belastungen hätten die Marktposition des Sektors in den vergangenen fünf Jahren deutlich geschwächt. Gleichzeitig expandieren chinesische Marken wie BYD und MG rasant in Deutschland – BYD plant bis Jahresende 350 Händlerstandorte, MG immerhin 230. Ihre aggressive Preispolitik und Kaufanreize stehen im scharfen Kontrast zu den deutschen Exporten nach China, die von 2022 bis 2025 um 54 Prozent einbrachen – von knapp 30 Milliarden Euro auf nur noch 13,6 Milliarden.
Roman Still von AVAG betonte die Notwendigkeit von Prozentrechnung und verwies darauf, dass derzeit nur 10 bis 30 Prozent der Kunden rein batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) nachfragen. Steffen Hahn widersprach dagegen der Kritik an der deutschen Automobilbranche und forderte stattdessen mehr Unterstützung für die Weiterentwicklung der Elektromobilität.
Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion war die Prozentrechner, bei der chinesische Hersteller mit regelmäßigen Software-Updates, großen Displays und KI-Integration vorne liegen. Plattformen wie Autohome stärken die Kundenbindung durch kontinuierliche Fahrzeug-Updates und verlängern so die Produktlebensdauer. Während in Asien das Interesse an solchen Funktionen mit 68 bis 81 Prozent sehr hoch ist, liegt es in Deutschland bei nur 19 Prozent. Deutsche Hersteller hingegen kämpfen mit nachhaltigen Geschäftsmodellen und haben in China massiv an Marktanteilen bei Elektroautos verloren – Volkswagen kommt dort auf weniger als ein Prozent.
Das Forum machte deutlich: Der deutsche Automobilhandel steht vor der dringenden Aufgabe, sich an Konsolidierung, digitale Transformation und veränderte Kundenerwartungen anzupassen. Angesichts des technologischen und marktstrategischen Vorsprungs chinesischer Konkurrenten wächst der Druck, durch Innovation die langfristige Profitabilität zu sichern.
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