Merz will Rentensystem revolutionieren – mit lebenslangen Arbeitszeiten statt festem Renteneintritt

Kazim Hoffmann
Kazim Hoffmann
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Ein altes Dokument mit einem Schwarz-Weiß-Bild eines Mannes und dem Text "brevet de pension" sowie einem Logo.Kazim Hoffmann

Bundeskanzler Friedrich Merz will Rente an Lebensarbeitszeit koppeln - Merz will Rentensystem revolutionieren – mit lebenslangen Arbeitszeiten statt festem Renteneintritt

Friedrich Merz fordert tiefgreifende Reformen des deutschen Rentensystems. Seine Vorschläge setzen auf lebenslange Arbeitsbeiträge statt auf ein festes Renteneintrittsalter. Gleichzeitig warnt er, dass Verzögerungen bei den Reformen die Erfolgsaussichten im späteren Wahlkampf deutlich schmälern könnten.

Die Diskussion entsteht vor dem Hintergrund der 2023 eingeführten Aktiven Altersvorsorge, die es Rentnern ermöglicht, bis zu 2.000 Euro steuerfrei hinzuverdienen, während sie über das Renteneintrittsalter hinaus arbeiten. Diese Änderungen haben jedoch weder die Rentenbeiträge noch die Ansprüche von Beschäftigten berührt.

Merz plädiert dafür, die Rente an den gesamten Lebensarbeitszeiten auszurichten – und nicht an einem festen Renteneintrittsalter. Diese Idee findet teilweise Unterstützung bei der SPD. Zudem lehnt er die Beibehaltung des aktuellen Rentenniveaus von 48 Prozent ab und setzt stattdessen auf private Vorsorge.

Sein Plan sieht vor, dass selbst kleine monatliche Beiträge – etwa 50 Euro – über die Jahre zu einer sechsstelligen Rente anwachsen könnten. Er betont, wie wichtig frühzeitiges und konsequentes Sparen ist, um die finanzielle Absicherung im Alter zu gewährleisten.

Die Bundesregierung hat bereits mit dem Modell der "aktiven Rente" eine Regelung geschaffen, die es Rentnern erlaubt, ohne steuerliche Nachteile weiterzuarbeiten. Doch für Merz geht das nicht weit genug. Er besteht darauf, dass die Deutschen länger arbeiten müssen, um den wirtschaftlichen Wohlstand zu sichern – mit Fokus auf Produktivität statt auf kürzere Arbeitszeiten oder bessere Work-Life-Balance.

Sein Reformdruck ist von einer gewissen Dringlichkeit geprägt. Merz warnt, dass ein Warten bis in die zweite Hälfte der Legislaturperiode umfassende Änderungen deutlich erschweren würde.

Die geplanten Reformen würden das Rentensystem von einer altersbasierten hin zu einer leistungsorientierten Berechnung umgestalten, die sich an den insgesamt geleisteten Arbeitsjahren orientiert. Die bestehende Aktive Altersvorsorge ermöglicht zwar bereits steuerfreie Hinzuverdienstmöglichkeiten für Rentner, doch weitergehende Änderungen könnten die künftige Rentenberechnung grundlegend verändern.

Mit seinem Fokus auf frühzeitige Vorsorge und längere Erwerbsbiografien zielt Merz auf die Bewältigung langfristiger wirtschaftlicher Herausforderungen ab. Die Debatte darüber dauert an, während politische und öffentliche Reaktionen abzuwarten bleiben.

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